„Ich verpflichte Sie hiermit, die Würde, die Ihnen der Fachbereich und damit die Universität verleiht, alle Zeiten vor jedem Makel zu bewahren und stets der Wahrheit zu dienen – ohne Ansehen der Person und ohne Rücksicht auf äußere Vorteile -, allein um der Sache willen.“

 Diese Worte in Anlehnung an den Königsberger Doktor-Eid kennzeichnen eindrucksvoll den Abschluss der dreijährigen Promotion von Herrn Bernd Weber, einem ehemaligen Studenten des Fachbereichs Energie und Wärmetechnik. "Nach erfolgreicher mündlicher Verteidigung weisen sie darauf hin, dass das Tragen des Doktortitels nicht nur Privilegien sondern vor allem auch Verantwortung mit sich bringt." So der Vorsitzende der Prüfungskommission Prof. Dr. Elmar Schlich.

Mitglied der Prüfungskommission der Justus-Liebig-Universität Gießen war, Prof. Dr. Steffen Hoy, Prof. Dr. Elmar Schlich, Prof. Dr. Diedrich Steffens, Prof. Dr. Stefan Gäth sowie PD Dr. Rolf-Alexander Düring. Externer Betreuer war Prof.Dr. E.-A. Stadlbauer

Das Thema der Dissertation „Niedertemperaturkonvertierung biogener Reststoffe zum rohstofflichen Recycling von Kohlenstoff und Phosphor“ birgt Potential zur Ressourcenschonung und Verfügbarmachung von Energie. So beschloss auch Bernd Weber seinen exakt 15-minütigen Vortrag während der öffentlichen Verteidigung mit einem Zitat des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer:
„Die Verschwendung von Energie ist nichts anderes als Wegwerfen von knappen Rohstoffen.“

Die Anfertigung erfolgte als gemeinsames LOEWE-Projekt zwischen Uni Gießen und FH-Gießen Labor für Entsorgungstechnik. Folgeprojekte werden beantragt.

Der Erfolg von Herrn Bernd Weber zeigt deutlich, dass eine Promotion für einen Absolventen der FH nicht ausgeschlossen ist, sondern durchaus der nächste sinnvolle Schritt nach dem Studium, aber auch nach Erlangung gewisser Industriepraxis, sein kann.
Hervorzuheben ist noch, dass Bernd Weber ohne jegliche Auflagen seitens der UNI-Gießen zur Promotion zugelassen wurde. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal und zeugt von einer hohen Qualität in der Lehre in dem obigen Fachbereich.