Auszug aus dem Exkursionsbericht Dresden 2005

Exkursion Dresden Gasturbinen-Heizkraftwerk Dresden - Nossener Brücke 07.05.2005


Am 4. Tag unserer Exkursion nach Dresden, führte es uns in das Gasturbinen-Heizkraftwerk Dresden Nossener Brücke. Hier wurden wir an der Pforte freundlich von Herr …. empfangen, der uns direkt in den Konferenzraum des 455 MWth Kraftwerkes bat. Im Konferenzraum erläuterte er uns die regionale Bedeutung des Kraftwerks für die Menschen in und um Dresden.

Die Stadt Dresden liegt in einer Talsohle und wird zum größten Teil mit Wärme und Strom von diesem Standort aus versorgt. Das ehemalige Kohlekraftwerk wurde 1995 zu einem modernen sauberen Gasturbinen-Heizkraftwerk umgebaut. Auf einer Grundfläche von nur 9000 m2 passt es sich in die umliegende Wohnbebauung ein. Die große Herausforderung beim Bau der Anlage lag darin, die Schallbelastung für die angrenzenden Wohnhäuser so gering wie möglich zu halten, da der Abstand bis zum nächsten Wohnhaus mit 15m sehr klein ist.
Das es wirklich sauber im Kraftwerk zu geht, konnten wir uns spätestens auf dem anschließenden Rundgang überzeugen. Zunächst wurde der Abhitzekessel von einem kleinen oben gelegenen Steg betrachtet, so dass man gut die geometrische Anordnung der Zusatzfeuerung und den Verlauf des Abgasstromes erkennen konnte. Weiter ging es mit der Besichtigung der Ansaugung der Verbrennungsluft für die GT. Die Verbrennungsluft wird über große Filter und ein Schalldämpfer angesaugt, bis sie dann von den drei Verdichtern der GT in die Brennkammer gedrückt wird. In der Bennkammer wird das Erdgas hinzugeführt, so das es mit der Frischluft, zu einem Gasgemisch mit einer Temperatur von etwa 1130 C º und einem Druck von 15 bar verbrennt. Und anschließend in der Turbine entspannt wird, so das das Gasgemisch mit 530 C º und 1 bar in der Abhitzekessel geleitet werden kann und weiter zu Heißdampferzeugung genutzt wird.
An den GT wurde uns dargestellt wie gut die GT wirklich isoliert sind. Man konnte ohne bedenken seine Hand auf die Isolation legen ohne sich die Hand zu verbrennen. Da alles isoliert war schauten wir zunächst die Brennkammer, mit jeweils 6 Hybridbrennern bestückten, an und danach den Generator der mit einem Wirkungsgrad von 98,28% und bei einer Nennspannung von 10,5 kV arbeitet. Zu unserem Glück war gerade eine der drei GT in Revision, so dass wir die 4 Turbinenstufen einer Gasturbine ausgebaut in der Werkstatt sehen konnten. An den ausgebauten Turbinenstufen konnten wir die Verstelleinrichtung der Schaufel und andere kleine Details gut erkennen, welche man in der Praxis sehr selten zu sehen bekommt weil diese normalerweise mit Isolationsmaterial isoliert sind. Nach dem Besuch in der Werkstatt kehrten wir zurück in den Konferenzraum. Dort konnten noch weitere Fragen zu der Anlage von Herr …. beantwortet werden. Am Ende hatten alle Studenten, viel Praxis mit einer Menge technischen Erläuterungen gesehen, so das wir unsere Besichtigung durch das Gasturbinen-Heizkraftwerk Dresden Nossener Bücke beendetet. Beim verlassen der Anlage waren doch alle Studenten erstaunt wie leise und sauber dieses Kraftwerk an dem angrenzenden Wohngebiet arbeitet.
Am Ende bedankten wir uns bei Herrn … für die informative Führung und verabschiedeten uns.


C. Böhme

Exkursion Bild