Kläranlage der Stadt Gießen

In jedem Semester werden die typischen Verfahrensstufen der Aufbereitung von kommunalem Abwasser auch in großtechnischen Dimensionen in Augenschein genommen. Dazu bietet die Kläranlage in Gießen beste Gelegenheit. Seit dem Ausbau in den 90er Jahren erfolgt die biologische Schadstoffreduzierung dreistufig unter aeroben, anoxischen und anaeroben Milieu-Bedingungen. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß neben einer ausreichenden BSB- und CSB-Reduzierung auch eine Absenkung auf permanent niedrige Stickstoff- und Phosphatgehalte unterhalb der geltenden Einleitwerte erfolgt. Das geklärte Wasser fließt in die Lahn.

Mit methanreichem Faulgas der Schlammbehandlung wird ein Teil des Energiebedarfs (vor allem der energieintensiven Belüftung der Belebungsbecken) gedeckt. Der größte Teil des in Dekantern (Vollmantel-Schneckenzentrifugen) entwässerten Klärschlamms wird landwirtschaftlich genutzt.

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